
Naturfreibad Domblick
Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung Freibad „Domblick“
Einleitung
Das Freibad „Domblick“ wurde im Jahr 1954 im rückwärtigen Teil des Karl-Kellner-Ringes, direkt an der Lahn, errichtet und wird während der Sommermonate als Freibad genutzt. Das Bad besteht aus zwei Hauptbecken und einem Kinderbeckenbereich und bieten einen Blick auf den Dom auf der anderen Seite der Lahn.
Auf Grund dieser langen Nutzungsdauer weist das Freibad „Domblick“ erhebliche bauliche und technische Mängel auf, die in verschieden Untersuchen festgestellt wurden. Teilweise konnten die Mängel mit kleineren Maßnahmen behoben werden.
Mit einer steigenden Anzahl von Mängeln und erheblichen zu erwartenden Sanierungskosten wuchs die Diskussion um die Zukunft des Freibades an, in der die Bürgerinnen und Bürger in unterschiedlicher Weise beteiligt wurden.
Die Darstellung der verschiedenen Phasen der politischen Diskussion und die Einbindung unterschiedlicher Modelle und Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung erfolgt in den nächsten Abschnitten.

Phasen
Konzeptweiterentwicklung nach Bürgergutachten
Auf der Grundlage des Bürgergutachtens, aber auch unter Einbeziehung verbliebener offener Fragen bspw. zur Verknüpfung dieses Prozesses mit der Fragestellung der Integration der Flussläufe Lahn und Dill, zu zukunftsweisenden Betreiberkonzepten oder thematischen Gestaltungselementen eines modernen und gleichzeitig attraktiven Badeangebots wurde der Diskussions- und Projektentwicklungsprozess seit April 2016 gemeinsam mit der Bürgerschaft und den Interessensgruppen der Stadt in 3 Arbeitskreisen weiter vorangetrieben. Eingeladen, sich an der Fortführung des Verfahrens zu beteiligen, waren die Bürgergutachterinnen und Bürgergutachter, alle Interessensgruppen sowie nach vorhergehender Anmeldung alle Bürgerinnen und Bürger.
Aus den Sitzungen und aus zwei Exkursionen der Arbeitsgruppen ergab sich folgendes Ergebnis:
- Das Becken hat die Wasserfläche des jetzigen Schwimmerbeckens (50m x 8 Bahnen).
- Zur Lahn gibt es Sitzstufen. Ob direkter Zugang zur Lahn realisierbar ist, obliegt der Fachplanung.
- Auch ein Podest, welches in die Lahn hineinragt, ist denkbar, wird aber nach mehrheitlicher Ansicht der beteiligten Bürgerinnen und Bürger bei der Gastronomie besser aufgehoben sein.
- Zur Lahn hin gibt es drei Bahnen à 50m Bahnen mit Startblöcken, welche auch ableinbar sind. Der Schwimmerbereich verfügt über eine gleichmäßige Wassertiefe, damit Springen von den Startblöcken zulässig ist.
- Der Schwimmerbereich hat einen Beckenumlauf, auf dem Badegäste liegen und sich sonnen können.
- Die vierte Bahn wird für die Landzungen zur Abgrenzung des Schwimmerbereiches zum Nichtschwimmer- und Sprungbereich verwendet. Auf diesen Landzungen können Badegäste ebenfalls verweilen.
- Die verbliebenen vier Bahnen teilen sich der Nichtschwimmer- und Sprungbereich im Verhältnis 2/3 zu 1/3. Zwischen diesen beiden Bereichen gibt es ebenfalls eine Landzunge, auf der leicht erhöht die Badeaufsicht untergebracht wird (könnte wie ein Leuchtturm gestaltet sein).
- Direkt vor der Badeaufsicht hin zum Schwimmerbecken könnte zur Wasserumwälzung eine Schwalldusche oder kleiner Wasserfall installiert sein.
- Der Nichtschwimmerbereich ist wie ein leicht abfallender Strand gestaltet. Dort könnte die Wellenrutsche wiederverwendet werden. Die Maximale Tiefe erreicht der Nichtschwimmer- an der Ableinung zum Schwimmerbereich. Erst dahinter wechselt die Wassertiefe zum Schwimmerbereich. Die Wasserumwälzung erfolgt durch die Rutsche.
- Im Sprungbereich genügt ein 1m- und 3m-Turm ohne Brett. Der Bereich ist ebenfalls zum Schwimmerbereich abgeleint.
- Der Kleinkinderbereich hat ein eigenes Becken hinter dem Nichtschwimmerbereich mit Sonnensegel (von dort ist der Weg zur gefährlichen Sprunganlage am weitesten).
- Der Kleinkinder- und Nichtschwimmbereich sollte von der Gastronomie einsehbar sein, damit Eltern diese ungestört in Anspruch nehmen können.
Das Freibad versteht sich nach den Ergebnissen der Planungsgruppe als ganzjährig verfügbare Freizeitlandschaft. Das Votum in der Planungsgruppe für eine Naturbadeanlage war eindeutig, um der künftigen Ausgestaltung des Bades ein Alleinstellungsmerkmal zu verleihen.

Abbildung 5 Visualisierung nach Ergebnissen der Projektgruppen - April 2018 aus Vorlage 0926/18-I/297
Die Ergebnisse wurden zusammen mit Visualisierungen den politischen Gremien im April bis Juni 2018 vorgestellt.
2016 Grundsatzentscheidung Freibad Domblick
2805/16 - I/639
Antrag
https://politik.wetzlar.de/BI/vo0050.asp?__kvonr=7738
Antrag https://politik.wetzlar.de/BI/getfile.asp?id=6250226&type=do
2018 Freibad(en) in Wetzlar
0926/18 - I/297
Mitteilungsvorlage
2018-06-14 2018-0926-I297_Freibad(en)_in_Wetzlar
https://politik.wetzlar.de/BI/vo0050.asp?__kvonr=9770
Mitteilung https://politik.wetzlar.de/BI/getfile.asp?id=6272746&type=do
Bild1 https://politik.wetzlar.de/BI/getfile.asp?id=6273799&type=do
Bild2 https://politik.wetzlar.de/BI/getfile.asp?id=6273800&type=do
Bild3 https://politik.wetzlar.de/BI/getfile.asp?id=6273801&type=do
Bild4 https://politik.wetzlar.de/BI/getfile.asp?id=6273802&type=do
Aktuelle Veranstaltungen
Vergangene Veranstaltungen

Veranstaltungsdatum: September 21., 2025 von 14:30 bis 18:00.
